In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Jira in die Portfolio‑Planung mit Meisterplan einbinden.
- 1. Übersicht: So binden Sie Jira in die Portfolio‑Planung mit Meisterplan ein
- 2. Die Integration einrichten
1. Übersicht: So binden Sie Jira in die Portfolio-Planung mit Meisterplan ein
Meisterplan stellt Ihnen eine professionelle PPM-Ebene mit Fokus auf die Kapazitäts- und
Ressourcenplanung zur Verfügung, in die Sie PM-Tools wie Jira einbinden können.
Wir empfehlen folgenden Prozess:
- Neue Projekte planen Sie zunächst mit groben Ressourcenbedarfen und Abhängigkeiten in
Meisterplan. - In Jira wird die dazugehörige Epic in Stories und Tasks präzisiert und mit dem Projekt in
Meisterplan synchronisiert. - Detaillierte Jira-Planungen inklusive Aufgaben können mit Meisterplan synchronisiert werden.
- Teams bleiben in Jira produktiv, während über Meisterplan der Überblick über alle Portfolios
erhalten bleibt.
Die Integration ist flexibel und skalierbar – ideal für Organisationen, die agile und klassische Methoden
kombinieren.
Alternativ können Sie neue Initiativen auch erst in Jira anlegen und automatisiert nach
Meisterplan übertragen. Dafür können Sie beispielsweise eine Jira-Automation aufsetzen. Wie das funktioniert, zeigen wir Ihnen in Abschnitt vier.
1.1 Zuordnungstabelle: Objekttypen in Meisterplan und Jira
Diese Tabelle zeigt, wie sich die Objekttypen in Meisterplan und Jira gegenüberstehen und welche
Zuordnungen für eine konsistente Integration im Projektportfolio-Management relevant sind.
Sowohl in Meisterplan als auch in Jira existieren zentrale Planungseinheiten, Aufwandsschätzungen
und ausführende Strukturen – diese greifen wie folgt ineinander und bilden die Grundlage für eine
integrierte Steuerung.
Zuordnungstabelle |
Meisterplan |
Jira |
|---|---|---|
Planungseinheit: Projekt ↔ EPIC |
In Meisterplan werden Projekte als strukturierte Container für Arbeit geplant – mit definiertem Start- und Endzeitpunkt, geschätztem Aufwand und potenziellen Abhängigkeiten zu anderen Vorhaben. |
In vielen Organisationen dienen Epics in Jira als strukturierende Container für Arbeitspakete, die sich besonders für die übergreifende Planung und Kommunikation im Projektumfeld eignen. |
Arbeitspaket: Task ↔ Story (inkl. Subtasks) |
In Meisterplan werden keine Aufgaben direkt angelegt oder geplant. Stattdessen werden bestehende Aufgaben aus Projektmanagement-Systemen wie Jira visualisiert und synchron gehalten. Im Zusammenspiel mit Jira lassen sich dort angelegte Arbeitspakete unterhalb eines Epics – in der Regel Stories – einem Projekt in Meisterplan zuordnen und als Tasks darstellen. Diese Aufgaben können in Meisterplan wahlweise nach Datum oder Sprint strukturiert angezeigt werden. |
Stories werden mit konkreten Aufwänden geplant. Je nach Vorgehensmodell können sie entweder agil in Sprints organisiert oder klassisch mit individuellen Start- und Enddaten versehen werden. In Meisterplan lassen sich diese Strukturen entsprechend visualisieren und in die übergeordnete Projektplanung integrieren. |
Kapazitätseinheit: Allokation ↔ Story Points bzw. Remaining Estimate |
Jedem Projekt in Meisterplan wird ein Gesamtwert für den Arbeitsaufwand über einen spezifischen Zeitraum zugewiesen – die sogenannte Allokation. Diese kann entweder als Grobschätzung dienen oder auf einem bereits freigegebenen Budget basieren. Die Planung erfolgt in Stunden, Personentagen oder als Anteil einer Vollzeitarbeitskraft (FTE), je nach gewünschter Granularität. Der aus Jira importierte Arbeitsaufwand in Story Points wird über benutzerdefinierte Velocities je Team oder Rolle konvertiert. |
Arbeit innerhalb eines Epics wird in einzelne Stories unterteilt, geschätzt und gezielt Teams, Abteilungen oder einzelnen Personen zugewiesen. Die Aufwandsschätzungen erfolgen typischerweise in Form von Story Points oder als Zeitangaben (Estimates in Stunden), die dem Projekt in Meisterplan zugewiesen werden. |
Ressourceneinheit: Ressource ↔ Assignee |
In Meisterplan wird ein individueller Mitarbeitender als ‚Ressource‘ bezeichnet, der innerhalb eines Projekts eingeplant werden kann. |
In Jira wird ein Assignee als die Person definiert, der eine Story zur Bearbeitung zugewiesen ist. |
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Ressourceneinheit: Team ↔ Team Für Organisationen mit agiler Arbeitsweise empfehlen wir sowohl in Meisterplan als auch Jira das Teamobjekt zu nutzen. |
Teams in Meisterplan setzen sich aus einzelnen Ressourcen zusammen. Die Teamkapazität ergibt sich aus der Summe der Kapazitäten aller zugewiesenen Personen. Für jede Ressource kann individuell festgelegt werden, welcher Anteil ihrer verfügbaren Kapazität dem jeweiligen Team zur Verfügung steht. Bitte beachten Sie: Ein Meisterplan-Team ist keine organisatorische Einheit, wie etwa eine Abteilung. |
In Jira bildet ein Team eine Gruppe von Mitarbeitenden (Assignees), die gemeinsam an Stories arbeiten. In agilen Umgebungen erfolgt die Planung typischerweise über Story Points und eine gemeinsam definierte Velocity, die als Grundlage für die Kapazitätssteuerung dient. |
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Ressourceneinheit: Rolle ↔ Team/Rolle (Custom Field) Für Organisationen mit klassischer Projektstruktur empfiehlt sich eine Grobplanung in Meisterplan auf Rollenbasis. In Jira kann diese entweder über Rollen oder Teams abgebildet werden. |
Die Kapazität einer Rolle ergibt sich aus der Summe aller Kapazitäten der zugeordneten Ressourcen und Teams sowie aus zusätzlich definierten Rollenkapazitäten. Im Verlauf der Planung werden diese Rollenzuordnungen schrittweise konkreten Personen zugewiesen. |
In Jira existiert kein eigenes Rollenobjekt. Wenn Sie Arbeit dennoch einer Rolle zuweisen möchten, dann nutzen Sie entweder das Teamobjekt oder erstellen ein benutzerdefiniertes Rollenobjekt in Jira. Im Verlauf der Planung werden Stories erstellt und gezielt Mitarbeitenden zur Bearbeitung zugewiesen. |
Terminereignis: Meilenstein ↔ Milestone (Custom Type) |
Meisterplan ermöglicht die Darstellung von Meilensteinen innerhalb einzelner Projekte. Darüber hinaus lassen sich projektübergreifende Abhängigkeiten zwischen Meilensteinen visualisieren, um strategische Abhängigkeiten transparent zu machen und Ressourcen vorausschauend zu planen. |
In Jira wird häufig ein Custom Issue Type „Milestone“ verwendet, um zentrale Projektmeilensteine darzustellen. Das Due Date markiert dabei den geplanten Zeitpunkt. |
Zeitbuchung: Ist-Zeiten ↔ Time tracking/Work Log |
Ist-Zeiten werden als Zeitbuchungen erfasst und mit den historischen Allokationen abgeglichen – eine wichtige Grundlage für die Analyse von Planabweichungen und die Optimierung der Ressourcennutzung. Bitte beachten Sie: Benutzer, die in Jira ihre Zeit erfassen, müssen in Meisterplan als Ressource angelegt sein. |
In Jira erfolgt die Zeiterfassung über das Time tracking – entweder direkt auf der Story oder auf Subtasks, die während der Umsetzung entstehen. Diese Ist-Zeiten können nahtlos nach Meisterplan übertragen werden, um die Ressourcenplanung mit realen Aufwänden abzugleichen. |
2. Die Integration einrichten
2.1 Vorbereitende Arbeiten
- Prüfen, ob alle zu nutzenden Objekttypen in Meisterplan und Jira vorhanden und konfiguriert sind.
- Zu verplanende Einheiten (Team/Rolle/Ressource) in Meisterplan anlegen.
- Entsprechungen in Jira sicherstellen (Team/Rolle/Ressource).
2.2 System verbinden
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2.3 Einstellungen vornehmen
Ressourcen- & Rollen- oder Teamzuordnung
Diese Auswahl legt fest, auf welche Ressourceneinheit Allokationen gebucht und abgeglichen werden.
Meisterplan |
Jira |
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Mit Teams arbeiten: Jira-Feld auswählen, dass dem Team-Objekt in Meisterplan entspricht. Team-Namen in Meisterplan und Jira müssen übereinstimmen.
Wenn Sie agil arbeiten, empfiehlt es sich, sowohl in Meisterplan als auch in Jira auf Teamebene zu planen – von der Grob- zur Detailplanung innerhalb des Teams. In dem Fall setzen Sie die Priorität auf Teams, so bleibt die Planung flexibel, teamorientiert und nah an der tatsächlichen Umsetzung.
- Mit Rollen arbeiten: Rollen in Meisterplan lassen sich Teams oder einem Rollen-Custom-Field in Jira zuordnen. Die Namen in Meisterplan und Jira müssen übereinstimmen.
Wenn Sie klassisch planen, empfiehlt sich in Meisterplan eine schrittweise Verfeinerung von Rollen auf konkrete Ressourcen. In Jira erfolgt die Detailplanung analog – von Rollen auf spezifische Assignees. In diesem Szenario sollte die Priorität auf der Ressourcenzuordnung liegen, um eine konsistente und steuerbare Verbindung zwischen Planung und Umsetzung sicherzustellen.
- Mit Ressourcen arbeiten: Wenn aktiviert, werden Meisterplan-Ressourcen mit dem Assignee-Feld in Jira verknüpft. Die E-Mail-Adressen der Ressourcen und der Jira-User müssen übereinstimmen.
Merkmale für Aufwände
Diese Auswahl bestimmt, woher die Aufwände aus Jira stammen und wie sie gegebenenfalls umgerechnet werden.
Meisterplan |
Jira |
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Bitte beachten Sie: Story Points lassen sich nicht für Ressourcen nutzen. |
Ist-Zeiten
Ist-Zeiten sind optional und können sowohl aus Jira nach Meisterplan übernommen werden als auch in Meisterplan gepflegt werden.
Meisterplan |
Jira |
|---|---|
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Werden Sub-Tasks eingeschlossen, wird auch die Zeiterfassung auf Sub-Tasks erfasst. Andernfalls geht Meisterplan davon aus, dass die Zeiterfassung auf der Story stattfindet.
Meilensteine
Meilensteine sind optional und können sowohl aus Jira nach Meisterplan übernommen werden als auch in Meisterplan gepflegt werden.
Meilensteine aus Jira werden ausschließlich in die Plandaten in Meisterplan importiert.
Meisterplan |
Jira |
|---|---|
Wir empfehlen, Meilensteine in Jira unternehmensweit anzulegen.
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Automatischer Datenabgleich
Ein automatischer Stammdatenabgleich ist aktuell über Jira Automation, Power Automate oder Zapier, sowie Webhooks möglich, die dazu jeweils die Meisterplan Rest-API nutzen. Unsere Experten im Haus unterstützen Sie gerne bei der Konfiguration.
Unsere Experten im Haus unterstützen Sie gerne bei der Konfiguration.
3. Importieren von Epics direkt aus Meisterplan heraus
Voraussetzungen: Stellen Sie sicher, dass Sie die erforderlichen Benutzerrechte wie „Daten importieren“ besitzen und dass in Meisterplan ein Jira-Link konfiguriert ist, um die Verbindung zwischen den beiden Systemen herzustellen.
Import starten: Klicken Sie auf „Hinzufügen“ und „Import aus Jira“ und anschließend den gewünschten Jira-Link aus der Liste, um fortzufahren.
Epics auswählen: Sie können die zu importierenden Epics entweder aus einer filterbaren Liste auswählen oder eine präzise JQL-Abfrage eingeben, um die spezifischen Jira-Daten zu bestimmen, die Sie benötigen.
Ergebnis: Nach dem Import wird für jedes Epic ein neues Meisterplan-Projekt erstellt. Dadurch können Sie Jira-Aufgaben und -Aufwände in Ihrem Portfolio visualisieren und mit Ihren Meisterplan-Allokationen vergleichen.
Mehr Informationen finden Sie hier: Jira-Daten als Meisterplan-Projekte importieren
4. Optional: Projekte aus Jira übertragen
Wenn Sie derzeit mit der Projektplanung in Jira beginnen, können Sie neue Projektideen, die Sie in Jira erstellen, automatisch an Meisterplan übertragen.
Dies ist eine Beschreibung, wie Sie eine Jira-Automatisierungsregel einrichten, die dies für Sie übernimmt. Wenn ein Jira-Epic erstellt wird, wird ein entsprechendes Projekt in Meisterplan mit einer Standarddauer von 12 Wochen generiert. Das Startdatum des Meisterplan-Projekts entspricht dem Erstellungsdatum des Epics.
4.1 Voraussetzung
Ein Meisterplan-System, das über die Integration mit einem Jira-System verbunden ist.
Ein API-Token, das in Meisterplan erstellt wurde.
4.2 Die Automation einrichten
| In dem Jira-Space für den Sie eine Automation einrichten möchten, gehen Sie zu “Space Settings -> Automation” and klicken Sie “Create Rule” -> ”Create from scratch”. |
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So wird die Automatisierung
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Schritt 1:
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Bedingungs-Einstellung: Das löst die Automation aus, sobald eine Epic in Jira erstellt wurde. |
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Schritt 2:
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Aktionseinstellung: Web request URL: Meisterplan API-URL , um Projekte im Plandatenstand zu erstellen. https://api.eu.meisterplan.com/v1/ (api.us für US-Meisterplan-Systeme) Web request body: Wählen Sie “Custom Data”, um die benötigten Daten einzufügen, die für die Projekterstellung benötigt werden. “12” hinter “finish” definiert die Projektdauer und lässt sich individuell anpassen.
“Delay execution” sollte angeklickt werden, damit die Automation reibungslos abläuft. Headers: Value: Das API-Token Ihres Meisterplan-Systems. |
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Schritt 3: Fügen Sie eine Dann-Aktion “Send Web request” hinzu (wird als Und-Aktion hinzugefügt). |
Aktions-Einstellung: Web request URL: https://api.eu.meisterplan.com/v1/scenarios/ Web request body: Wählen Sie “Custom Data”, um die benötigten Daten einzufügen, die für die Projekterstellung benötigt werden.
“toolKey” ist der Name, der sich von dem Namen Ihres Jira-Links in Meisterplan ableitet. Headers: Value: Das API-Token Ihres Meisterplan-Systems. |
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Schritt 4:
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Die Nutzung der Jira-Automation ist kostenlos, allerdings hängt die Anzahl der Regelanwendungen vom Jira-Plan ab, der reicht von 100 bis hin zu unbegrenzten Anwendungen pro Monat. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. |