Mit den neuen KI‑Zusammenfassungen unterstützt Meisterplan Projektverantwortliche dabei, Informationen schneller auszuwerten und strukturiert aufzubereiten. Die Funktion nutzt ein modernes generatives Sprachmodell, das speziell darauf ausgelegt ist, Projektdaten zusammenzufassen. Dabei stehen Transparenz, Datenschutz und die sichere Verarbeitung aller Eingaben an erster Stelle. In diesem Q & A beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Funktionsweise, Datenverarbeitung und Schutzmaßnahmen der eingesetzten KI.
Allgemeines
Frage: Um welche Art von KI-Technologie handelt es sich grundsätzlich?
Antwort: Eingesetzt wird ein generatives Sprachmodell (Large Language Model, LLM) aus der Claude‑Familie von Anthropic. Aktuell kommt das Claude 4.5 Haiku Modell zum Einsatz. Das Modell wird als Managed Foundation Model über Amazon Bedrock genutzt und unterstützt Benutzer bei der strukturierten Aufbereitung von Projektinformationen sowie bei der Erstellung von Projektstatusberichten und -notizen .
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Frage: Was ist der Hauptzweck der KI?
Antwort: Der Hauptzweck der KI ist die automatisierte Erstellung und Aktualisierung von Projektstatusnotizen (Fortschritt, Termine, Kosten, Risiken, Auffälligkeiten) auf Basis der jeweils bereitgestellten Projektdaten. Die KI dient der Zusammenfassung und strukturierten Darstellung vorhandener Informationen und erzeugt keine „eigenen“ Projektdaten.
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Frage: Welche Art von KI‑Sprachmodell verwendet Meisterplan?
Antwort: Es handelt sich um ein generatives KI-Sprachmodell (Large Language Model, LLM), das für die automatisierte Textgenerierung und Zusammenfassung genutzt wird.
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Frage: Wo wird die KI gehostet?
Antwort: Das eingesetzte KI-Modell des Anbieters Anthropic wird über AWS Bedrock betrieben. Die Verarbeitung der Anfragen erfolgt innerhalb der von AWS bereitgestellten Infrastruktur und ausschließlich in der jeweils konfigurierten AWS-Region, entweder in den USA (Region Oregon) oder innerhalb der Europäischen Union.
AWS dokumentiert, dass User‑Inputs und Model‑Outputs nicht an Modellanbieter weitergegeben werden (Quelle).
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Frage: Für welche Funktionen wird die KI eingesetzt?
Antwort: Die KI wird für unterstützende Funktionen im Projektkontext eingesetzt für:
- die Erstellung von Projektstatusnotizen,
- die strukturierte Zusammenfassung von Projekt-KPIs wie Zeit, Kosten, Fortschritt und Risiken,
- die qualitätsgesicherte Aufbereitung von Projektinformationen für Management-Reports.
Dabei werden ausschließlich die jeweils bereitgestellten Projektdaten sowie relevante Rollen- und Berechtigungsinformationen berücksichtigt. Eine Nutzung von Daten außerhalb des ausgewählten Projekts erfolgt nicht.
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Frage: Wird klar kommuniziert, dass der Benutzer mit KI interagiert?
Antwort: Ja. Die Nutzung von KI-Funktionen ist für den Benutzer eindeutig erkennbar. KI-Funktionen werden nur angezeigt und nutzbar gemacht, wenn diese zuvor explizit aktiviert wurden.
Darüber hinaus ist die Interaktion mit KI klar gekennzeichnet. Der Funktionsname „KI-Zusammenfassungen“ weist ausdrücklich auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hin. Zusätzlich werden konsistente KI-Symbole sowohl im Information Panel als auch beim Generieren-Button verwendet, um transparent zu machen, dass die Inhalte durch eine KI erzeugt werden.
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Frage: Was ist die Meisterplan KI?
Antwort: Meisterplan KI ist eine in das Meisterplan‑System integrierte, unterstützende KI‑Funktion, die projektbezogene Inhalte automatisch analysiert und aufbereitet. Sie nutzt ein generatives Sprachmodell, um Projektdaten wie Statusnotizen, KPIs oder Kommentare zu strukturieren, zusammenzufassen und verständlich darzustellen. Die KI arbeitet ausschließlich mit den jeweils bereitgestellten Projektdaten und hilft Teams dabei, schneller zu aussagekräftigen Projektinformationen und Management‑Reports zu gelangen.
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Frage: Wie wird Meisterplan KI aktiviert und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Antwort: Meisterplan KI kann jederzeit über einen Schalter ein‑ oder ausgeschaltet werden. Um die KI-Funktionen nutzen zu können, muss der Beta‑Zugriff sowohl systemweit (durch Administratoren) als auch im eigenen Benutzerprofil aktiviert sein. Außerdem muss unter Integrationen > Meisterplan KI der Schalter auf Meisterplan KI gestellt werden. Sobald dieser aktiviert ist, haben alle Benutzer Zugriff auf die KI‑Funktionalitäten.
Damit ein Benutzer Meisterplan KI nutzen kann, benötigt seine Benutzergruppe zudem unter Verwalten > Benutzergruppen > Systemadministration > Systemadministration das Recht Meisterplan KI konfigurieren.
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Frage: Warum ist diese Funktion als Beta gekennzeichnet?
Antwort: Die Funktion befindet sich im Beta-Status, weil sich ihr Funktionsumfang und ihre endgültige Ausgestaltung noch weiterentwickeln. Während die Kernfunktionalität bereits stabil ist, können sich Details wie Bedienung, Umfang oder Verhaltenslogik noch ändern. Mit der Beta‑Kennzeichnung machen wir transparent, dass das Feature inhaltlich noch nicht final definiert ist und auf Basis von Nutzerfeedback weiter optimiert wird.
Integrität
Frage: Auf welchen Datensätzen basiert die KI?
Antwort: Das eingesetzte KI-Modell Claude Haiku 4.5 wurde vollständig vom Modellanbieter Anthropic trainiert. Eine Weiterentwicklung oder ein Nachtraining des Modells durch Meisterplan findet nicht statt.
Die Trainingsdaten bestehen aus einer Mischung aus lizenzierten Daten, von Menschen erstellten Trainingsbeispielen sowie öffentlich zugänglichen Texten. Konkrete Einzel-Datensätze werden vom Anbieter nicht offengelegt. Eine detaillierte Beschreibung der Trainingsdatengrundlage stellt Anthropic in der offiziellen System Card bereit (System Card).
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Frage: Welche Daten wurden zu Trainingszwecken verwendet?
Antwort: Die Trainingsdaten des eingesetzten KI-Modells stammen ausschließlich vom KI-Anbieter Anthropic. Sie bestehen aus einer Mischung aus lizenzierten Daten, von Menschen erstellten Trainingsbeispielen sowie öffentlich zugänglichen Texten.
Projekt- oder Kundendaten aus Meisterplan werden nicht zu Trainingszwecken verwendet und fließen weder in das Training noch in die Weiterentwicklung der KI-Modelle ein.
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Frage: Welchen Zeitraum decken die Trainingsdaten ab?
Antwort: Die Trainingsdaten des Modells Claude Haiku 4.5 stammen aus Quellen, die bis Juli 2025 reichen. Informationen, die nach diesem Zeitpunkt entstanden sind, sind nicht Teil des Trainingsdatensatzes und können daher nicht verlässlich im Modellwissen reflektiert sein (Quelle).
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Frage: Wie werden Verzerrungen in den KI-Modellen überprüft („Halluzinationen“)?
Antwort: Zur Reduktion von Verzerrungen und sogenannten Halluzinationen werden mehrere Maßnahmen kombiniert. Die KI wird so eingesetzt, dass sie sich ausschließlich auf die explizit bereitgestellten Projektdaten stützt. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit unbegründeter oder spekulativer Aussagen reduziert.
Darüber hinaus verfolgt der Modellanbieter Anthropic einen Ansatz, bei dem die KI gezielt auf Zurückhaltung bei Unsicherheit trainiert wird. Ziel ist es, dass das Modell fehlende oder unklare Informationen erkennt und diese transparent kommuniziert, anstatt falsche oder erfundene Inhalte zu erzeugen. Dieser Ansatz ist Teil des sogenannten „Constitutional AI“-Trainings und wird durch regelmäßige Evaluierungen und Tests überprüft.
Anthropic weist ausdrücklich darauf hin, dass Outputs falsch, unvollständig oder irreführend sein können und nicht ohne unabhängige Prüfung als Faktenbasis genutzt werden sollten (Quelle).
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Frage: Wie wird sichergestellt, dass keine schädlichen, diskriminierenden Inhalte etc. generiert werden?
Antwort: Zur Generierung von KI-Inhalten wird ein etabliertes KI-Modell (Claude von Anthropic) eingesetzt, das über integrierte Sicherheits- und Alignment-Mechanismen verfügt. Das Modell wird nach dem sogenannten „Constitutional AI“-Ansatz trainiert.
Dabei wird die KI anhand einer schriftlich festgelegten „Verfassung“ ausgerichtet, die verbindliche Prinzipien für die Generierung von Antworten definiert. Dazu zählen unter anderem:
- keine Diskriminierung oder herabwürdigenden Inhalte gegenüber geschützten Gruppen
- Vermeidung rassistischer, sexistischer oder hasserfüllter Sprache
- Achtung der menschlichen Würde und Gleichberechtigung
Diese Prinzipien sind integraler Bestandteil des Trainings- und Evaluierungsprozesses und dienen dazu, schädliche, diskriminierende oder unangemessene Ausgaben systematisch zu verhindern (Quelle, Safeguards and harmlessness).
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Frage: Wie häufig wird die KI neu trainiert?
Antwort: Das Training und die Veröffentlichung neuer Modellversionen erfolgen ausschließlich durch den KI-Anbieter Anthropic. Ein projektspezifisches Nachtraining oder Fine-Tuning durch Meisterplan findet nicht statt.
Anthropic veröffentlicht neue Versionen der Claude-Haiku-Modelle. Beispielsweise wurde Claude Haiku 3.5 im Oktober 2024 und Claude Haiku 4.5 im Oktober 2025 veröffentlicht. Die Produkt- und Forschungsplanung zeigen lediglich, dass Updates stattfinden, geben aber keine verbindliche Frequenz vor.
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Frage: Werden Rechte Dritter gewahrt (geistiges Eigentum etc.)?
Antwort: Ja. Die Rechte Dritter werden gewahrt, da projektbezogene Inhalte ausschließlich zur Laufzeit für die jeweilige KI-Anfrage verarbeitet werden. Die übermittelten Inhalte werden nicht zum Training, zur Weiterentwicklung oder zur Aktualisierung der KI-Modelle verwendet und nicht an den Modellanbieter weitergegeben.
Die Verarbeitung erfolgt zweckgebunden innerhalb der AWS-Bedrock-Infrastruktur unter Anwendung vertraglicher, technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen. Damit bleibt das geistige Eigentum der Kunden vollständig unter deren Kontrolle (Quelle).
Datennutzung
Frage: Werden Kundendaten für die KI genutzt? Welche?
Antwort: Ja, ausgewählte projektbezogene Kundendaten werden zur Laufzeit als Eingabe für KI-Funktionen verwendet, beispielsweise zur Generierung von Zusammenfassungen. Dazu zählen die im jeweiligen Projekt vorhandenen Inhalte wie Projektdaten und zugehörige Kommentare.
Diese Daten werden ausschließlich zur Verarbeitung der konkreten Anfrage an das KI-Modell genutzt. Eine Verwendung zum Training, zur Aktualisierung oder zur Verbesserung der KI-Modelle findet nicht statt. Es werden nur die explizit ausgewählten Projektdaten übermittelt; Daten aus anderen Projekten oder Kontexten werden nicht einbezogen.
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Frage: Werden die Daten zu Trainings- oder Aktualisierungszwecken der KI genutzt?
Antwort: Nein. Die bereitgestellten Projekt- und Eingabedaten werden ausschließlich zur Laufzeit im Rahmen der Anfrage verarbeitet. Eine Nutzung der Daten zum Training, zur Feinjustierung oder zur Verbesserung von KI-Modellen findet nicht statt.
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Frage: Falls nein, wie wird dies garantiert?
Antwort: Die Garantie erfolgt durch die Architektur und Vertragsbedingungen von AWS Bedrock. Amazon Bedrock verarbeitet die Daten vollständig innerhalb der AWS-Infrastruktur. Prompts und Modellantworten werden nicht an den Modellanbieter (Anthropic) weitergegeben und nicht für das Training von Foundation Models verwendet, weder für aktuelle noch für zukünftige Modellversionen (Quelle).
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Frage: Wie werden die Daten geschützt?
Antwort: Die Verarbeitung der Daten erfolgt über AWS Bedrock unter Anwendung etablierter Sicherheits- und Compliance-Mechanismen.
Eine Weitergabe von Prompts oder Modellantworten an den Modellanbieter (Anthropic) findet nicht statt. Anthropic hat keinen Zugriff auf Anfragen oder erzeugte Ergebnisse. Die über AWS Bedrock verarbeiteten Daten werden nicht zum Training von Foundation Models verwendet, weder für aktuelle noch für zukünftige Modellversionen und auch nicht in anonymisierter Form.
Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt mittels TLS.
AWS Bedrock erfüllt relevante Sicherheits- und Compliance-Standards, darunter die Anforderungen der DSGVO sowie Zertifizierungen wie ISO 27001 und SOC 1/2/3. Der Service ist für den Einsatz in regulierten Umgebungen, beispielsweise im Finanz- oder Public-Sector-Umfeld, geeignet (Quelle).
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Frage: Werden eigene Prompts / Unterhaltungen gespeichert?
Antwort: Eigene Prompts können innerhalb von Meisterplan optional für eine zukünftige Wiederverwendung gespeichert werden. Eine dauerhafte Speicherung von vollständigen Gesprächsverläufen für Endnutzer findet nicht statt.
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Frage: Gibt es Audit Logs für die erzeugten Daten?
Antwort: Ja, es existieren Audit Logs für die Nutzung der KI-Schnittstelle. Diese erfassen technische Metadaten wie Zeitstempel, aufgerufenen Service bzw. das verwendete Modell, Projekt- oder Account-Zuordnung sowie den Erfolgs- oder Fehlerstatus einer Anfrage. Über unsere AWS‑Infrastruktur erfolgt automatisch ein Model Invocation Logging, bei dem alle Anfragen an das KI‑Modell in Amazon S3 bzw. CloudWatch protokolliert werden. Dabei wird festgehalten, wann das Modell mit welcher Anfrage aufgerufen wurde; die zugehörigen Benutzerinformationen sind jedoch pseudonymisiert, sodass nicht nachvollzogen werden kann, welche konkrete Person die Anfrage gestellt hat.